Säule 3a Vergleich Schweiz

📊 Unabhängiger Vergleich 2026

Säule 3a Vergleich:
Alle Anbieter im Überblick

VIAC, Finpension, Frankly, PostFinance und mehr: Kosten, Aktienanteil und App-Qualität ehrlich verglichen.

Der Schweizer Markt für Säule-3a-Produkte hat sich in den letzten Jahren radikal verändert. Neben den traditionellen Bank- und Versicherungslösungen sind digitale Wertschriften-3a-Anbieter entstanden, die mit deutlich tieferen Kosten und höheren Renditechancen punkten. Dieser Vergleich zeigt dir alle wichtigen Anbieter auf einen Blick: transparent und ohne Werbesprache.

Vergleichstabelle: Alle Säule 3a Anbieter 2026

Stand: März 2026. Angaben ohne Gewähr. TER = Total Expense Ratio (Gesamtkosten p.a.).

Anbieter Typ TER (Gesamtkosten) Max. Aktienanteil App-Bewertung (iOS) Besonderheit
VIAC Wertschriften 0.52% 97% ★★★★★ 4.8 Erste App-basierte 3a der Schweiz
Finpension Günstigste Wertschriften 0.39% 99% ★★★★★ 4.9 Günstigste TER, höchster Aktienanteil
Frankly Wertschriften 0.45% 95% ★★★★★ 4.7 Zürcher Kantonalbank, extra sicher
Valuepension Wertschriften 0.48% 95% ★★★★★ 4.6 Migros Bank-Tochter
Pando Wertschriften 0.42% 100% ★★★★★ 4.5 Neuanbieter, 100% Aktienanteil möglich
PostFinance 3a Bank 0% (nur Zinsen) 0% (Fonds separat) ★★★★ 4.1 Nur Zinsen / separate Fondslösungen
Baloise 3a Versicherung 1.2–2.5% 50% ★★★★ 3.8 Mit Todesfallschutz kombiniert
AXA 3a Versicherung 1.5–3.0% 50% ★★★★ 3.6 Mit BU-Schutz kombiniert

Bank vs. Versicherung vs. Wertschriften-3a

Die grösste Entscheidung bei der Säule 3a ist nicht die Wahl des Anbieters, sondern die Wahl des Produkttyps. Die drei Varianten unterscheiden sich fundamental: in Rendite, Flexibilität und Kosten.

Das klassische Bank-3a-Sparkonto

Jahrelang war das 3a-Sparkonto bei der Hausbank der Standard. Man geht in die Filiale, eröffnet ein Konto und zahlt jährlich ein. Das Geld wächst zum Zinssatz der Bank: meist zwischen 0.5 und 1.5 Prozent. Vorteile: einfach, verständlich, keine Kursschwankungen. Nachteile: Die reale Rendite nach Inflation ist oft negativ oder nur leicht positiv. Wer heute 30 Jahre alt ist und 40 Jahre lang 1% Zinsen erhält, wird deutlich weniger Kapital anhäufen als jemand, der in Aktien investiert.

PostFinance bietet neben dem reinen Sparkonto auch Fondslösungen an, bei denen man einen Teil in Anlagefonds investieren kann: dies kommt dem Wertschriften-3a-Modell näher, ist aber in der Kostentransparenz nicht ganz so klar.

Die Versicherungs-3a: teuer und wenig flexibel

Versicherungsgesellschaften wie Baloise, AXA, Swiss Life oder Helvetia bieten gebundene Lebensversicherungen als 3a-Produkt an. Diese kombinieren die Vorsorge mit einem Todesfallschutz oder einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Das klingt praktisch, hat aber erhebliche Nachteile:

  • Hohe Kosten: Versicherungsprodukte haben oft TERs von 1.5 bis 3%: das vernichtet einen erheblichen Teil der Rendite.
  • Geringe Flexibilität: Wer den Vertrag frühzeitig auflöst, erhält meist deutlich weniger als eingezahlt.
  • Tiefer Aktienanteil: Versicherungs-3a-Produkte investieren selten mehr als 50% in Aktien.
  • Lange Laufzeiten: Viele Verträge laufen 20–30 Jahre und sind auf Pensionierung ausgelegt.

Versicherungs-3a-Produkte sind nur dann sinnvoll, wenn tatsächlich ein Absicherungsbedarf vorhanden ist und die Person keinen anderen Todesfallschutz oder BU-Schutz hat. In den meisten Fällen ist eine separate Risikolebensversicherung in Kombination mit einem günstigen Wertschriften-3a-Produkt die bessere Lösung.

Wertschriften-3a: die überlegene Wahl für Langfristanleger

Die digitalen Wertschriften-3a-Anbieter sind die Gewinner des letzten Jahrzehnts. Sie investieren das 3a-Kapital in breit diversifizierte ETFs oder Indexfonds: automatisch, kostengünstig und transparent. Die wichtigsten Vorteile:

  • Tiefe Kosten: TERs zwischen 0.39% (Finpension) und 0.52% (VIAC): ein Bruchteil der Versicherungskosten.
  • Hoher Aktienanteil: Bis zu 100% (Pando) möglich: für maximales Wachstum über lange Zeiträume.
  • Transparenz: Man sieht jederzeit, in welche Fonds investiert wird und wie sich das Portfolio entwickelt.
  • Flexibilität: Keine langen Vertragslaufzeiten, einfache Handhabung per App.

🏆 Empfehlung: Finpension: günstigste TER, höchster Aktienanteil

Finpension überzeugt mit 0.39% Gesamtkosten und einem maximalen Aktienanteil von 99%. Ideal für Anleger, die langfristig das Maximum aus ihrer Säule 3a herausholen wollen. App-Bewertung: 4.9 Sterne.

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Warum die TER so entscheidend ist

Die TER (Total Expense Ratio) ist die jährliche Gesamtkostenquote: sie zeigt, wie viel Prozent des angelegten Kapitals jedes Jahr als Gebühren abgezogen wird. Dieser Unterschied klingt gering, ist aber über lange Zeiträume massiv. Schauen wir uns ein konkretes Beispiel an:

Rechenbeispiel: TER-Unterschied über 30 Jahre

Annahme: CHF 7’258 jährliche Einzahlung, 7% Bruttorendite p.a., 30 Jahre Laufzeit.

Mit 0.39% TER (Finpension): Endkapital ca. CHF 650’000

Mit 0.52% TER (VIAC): Endkapital ca. CHF 638’000

Mit 2.0% TER (Versicherung): Endkapital ca. CHF 520’000

Unterschied zwischen günstiger und teurer Lösung: über CHF 130’000!

Der Unterschied zwischen 0.39% und 2.0% TER über 30 Jahre beträgt mehr als CHF 130’000. Das ist kein Pappenstiel: sondern ein Betrag, der darüber entscheiden kann, ob man früher in Rente gehen kann oder nicht. Deshalb ist die TER die wichtigste Kennzahl beim Vergleich von 3a-Anbietern.

Für wen welcher Anbieter geeignet ist

Finpension: für den kostenbewussten Renditejäger

Wer das Maximum herausholen will und bereit ist, 99% Aktienanteil zu halten (und damit kurzfristige Schwankungen zu akzeptieren), ist bei Finpension am besten aufgehoben. Günstigste TER des Marktes, beste App-Bewertung, höchste Transparenz. Ideal für Personen unter 50 mit langem Anlagehorizont.

VIAC: für den Einsteiger und den treuen Kunden

VIAC war die erste digitale 3a-App der Schweiz und hat damit ein ganzes Marktsegment erschaffen. Die Gebühren sind leicht höher als bei Finpension, aber die App ist ausgereift, die Benutzeroberfläche intuitiv und die Marke bekannt. Gut geeignet für Einsteiger, die eine zuverlässige und gut getestete Lösung suchen.

Frankly: für ZKB-Kunden und Sicherheitsbewusste

Frankly ist eine Tochter der Zürcher Kantonalbank (ZKB): einer der sichersten Banken der Schweiz, die als Staatsbank mit Staatsgarantie ausgestattet ist. Das gibt manchen Anlegern ein zusätzliches Sicherheitsgefühl. Die Kosten sind mit 0.45% TER kompetitiv, der Aktienanteil bis 95% akzeptabel. Ideal für ZKB-Kunden oder Anleger, die Wert auf die Staatsgarantie legen.

Pando: für Fortgeschrittene mit 100%-Aktien-Strategie

Pando ist ein Neuanbieter und bietet als einziger Anbieter einen Aktienanteil von 100% an. Die TER liegt bei 0.42%: sehr günstig. Für erfahrene Anleger, die bewusst auf maximale Rendite setzen und kurzfristige Schwankungen gelassen hinnehmen können.

Bank-3a: für sehr konservative Anleger

Wer kurz vor der Pensionierung steht (weniger als 5 Jahre) und das Kapital schützen will, kann auf das Bank-3a-Sparkonto setzen. Bei langen Anlagehorizonten ist das Sparkonto jedoch keine gute Wahl.

Versicherungs-3a: nur in Spezialfällen

Versicherungsprodukte wie Baloise oder AXA lohnen sich nur, wenn ein konkreter Absicherungsbedarf besteht (z. B. für Familien mit kleinen Kindern, bei denen ein Todesfallschutz relevant ist). Rein aus Rendite- und Kostenperspektive sind sie keine gute Wahl.

💡 Empfehlung: VIAC: Pionier mit starker Community

VIAC ist seit Jahren eine der beliebtesten 3a-Apps der Schweiz. Übersichtliche App, transparente Gebühren, bewährte Plattform. Eine sichere Wahl für alle, die in die Wertschriften-3a einsteigen wollen.

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Empfehlung für Einsteiger

Für die meisten Menschen, die neu mit der Säule 3a starten, empfehlen wir eine digitale Wertschriften-3a. Die wichtigsten Kriterien für Einsteiger:

  • Niedrige Kosten: Finpension (0.39%) oder Pando (0.42%) sind die günstigsten Optionen.
  • Hoher Aktienanteil: Wer unter 50 ist, sollte mindestens 80–95% in Aktien investieren.
  • Einfache Bedienung: VIAC und Frankly haben besonders benutzerfreundliche Apps.
  • Mehrere Konten aufbauen: Sobald das erste Konto CHF 30’000–50’000 erreicht, ein zweites Konto bei einem anderen Anbieter eröffnen: für eine optimale Auszahlungsstaffelung.

Unser detaillierter Direktvergleich der drei grössten Anbieter: VIAC vs Frankly vs Finpension. Wer noch mehr Grundlagenwissen möchte, findet alles in unserem Artikel Säule 3a erklärt.

💡 Empfehlung: Frankly: Sicherheit der ZKB, digitale Einfachheit

Frankly kombiniert die Sicherheit der Zürcher Kantonalbank mit einer modernen App. TER 0.45%, bis 95% Aktienanteil, App-Bewertung 4.7 Sterne. Ideal für Anleger, die grossen Wert auf institutionelle Sicherheit legen.

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