VIAC vs Frankly vs finpension

🔍 Direktvergleich 2026

VIAC vs Frankly vs finpension

Die drei grössten digitalen 3a-Anbieter der Schweiz im ehrlichen Direktvergleich: Gebühren, Rendite, App und klare Empfehlung.

VIAC, Frankly und Finpension: diese drei Namen begegnen einem sofort, wenn man sich in der Schweiz über digitale Säule-3a-Lösungen informiert. Sie haben den Markt in den letzten Jahren revolutioniert und klassische Bank- und Versicherungslösungen massiv unter Druck gesetzt. Doch welcher der drei ist der beste? Die ehrliche Antwort: Es kommt auf die Situation an. Dieser Artikel hilft dir, die richtige Entscheidung zu treffen.

Vorab: Alle drei Anbieter sind deutlich besser als ein klassisches 3a-Sparkonto oder eine Versicherungs-3a. Wenn du noch bei keinem der drei bist, ist jeder der drei eine gute Wahl. Wer aber wählen will, sollte die Unterschiede kennen.

VIAC: der Pionier der digitalen Säule 3a

VIAC

Gegründet 2017 | Verwaltet von der WIR Bank | Erste App-basierte 3a der Schweiz

TER: 0.52% Max. Aktienanteil: 97% App: 4.8 ★ (iOS) Mindesteinlage: CHF 1

VIAC wurde 2017 lanciert und war damit die erste vollständig App-basierte Säule-3a-Lösung der Schweiz. Das war eine Revolution: Plötzlich war es möglich, eine 3a ohne Filialbesuch, ohne Papierkram und mit einem Aktienanteil von bis zu 97% zu eröffnen und zu verwalten. VIAC hat damit den Weg geebnet für alle Anbieter, die seither gefolgt sind.

Technisch steht hinter VIAC die WIR Bank, eine genossenschaftlich organisierte Schweizer Bank mit langer Geschichte. Das Kapital ist über die esisuisse-Einlagensicherung geschützt (bis CHF 100’000), und zusätzlich gelten die besonderen Schutzbestimmungen für Vorsorgegelder nach Schweizer Recht.

Vorteile
  • Ausgereifteste App am Markt
  • Grosse, aktive Community
  • Vielfältige Portfolios (inkl. Nachhaltig)
  • Bekannte Marke, grosses Vertrauen
  • Verschiedene Aktienquoten wählbar (20–97%)
Nachteile
  • Etwas höhere TER als Konkurrenz (0.52%)
  • Max. 97% Aktienanteil (nicht 99-100%)
  • Kein 100%-Aktien-Portfolio

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Der Pionier unter den digitalen 3a-Anbietern. Bewährte Plattform, tolle App, 97% Aktienanteil: ideal für alle, die eine zuverlässige und gut getestete Lösung wollen.

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Finpension: günstigste Kosten, höchster Aktienanteil

🏆 Finpension: Günstigste TER, bestes Preis-Leistungs-Verhältnis

0.39% TER, 99% Aktienanteil, 4.9 Sterne in der App: Finpension ist unsere Nummer-1-Empfehlung für alle, die langfristig maximale Rendite anstreben und Kosten konsequent minimieren wollen.

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Frankly: Sicherheit der ZKB, digital verpackt

Frankly

Gegründet 2021 | Tochter der Zürcher Kantonalbank (ZKB) | Staatliche Garantie

TER: 0.45% Max. Aktienanteil: 95% App: 4.7 ★ (iOS) Mindesteinlage: CHF 1

Frankly ist die jüngste der drei Plattformen und eine direkte Tochtergesellschaft der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Das ist ein bedeutender Unterschied: Die ZKB ist eine öffentlich-rechtliche Bank mit Staatsgarantie des Kantons Zürich. Das bedeutet, dass das bei Frankly angelegte Kapital nicht nur von der Einlagensicherung (bis CHF 100’000) geschützt ist, sondern im Extremfall vom Kanton Zürich gedeckt würde.

Für viele Anleger, insbesondere jene mit grösseren Summen oder ausgeprägtem Sicherheitsbedürfnis, ist das ein starkes Argument. Frankly kombiniert diese institutionelle Sicherheit mit einer modernen App und kompetitiven Gebühren von 0.45%.

Vorteile
  • Tochter der ZKB: staatliche Garantie
  • Kompetitive TER: 0.45%
  • Moderne, benutzerfreundliche App
  • Hohe Sicherheit auch für grosse Summen
  • ZKB-Kunden: nahtlose Integration
Nachteile
  • Etwas höhere TER als Finpension
  • Max. 95% Aktienanteil
  • Weniger Portfoliooptionen als VIAC

💡 Frankly: ZKB-Tochter mit digitaler Einfachheit

Frankly verbindet die institutionelle Stärke der Zürcher Kantonalbank mit einer modernen App. Ideal für sicherheitsbewusste Anleger oder bestehende ZKB-Kunden. TER 0.45%, bis 95% Aktienanteil.

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Direkter Vergleich: VIAC vs Frankly vs Finpension

Merkmal VIAC Finpension Frankly
TER (Gesamtkosten) 0.52% 0.39% ★ 0.45%
Max. Aktienanteil 97% 99% ★ 95%
App-Bewertung iOS 4.8 ★★★★★ 4.9 ★★★★★ ★ 4.7 ★★★★★
Mindesteinlage CHF 1 CHF 1 CHF 1
Nachhaltige Portfolios Ja ★ Ja Ja
Trägerbank WIR Bank Finpension AG ZKB (Staatsgarantie) ★
Gründungsjahr 2017 (älteste) ★ 2019 2021
Community-Grösse Sehr gross ★ Mittel Mittel
Einlagensicherung CHF 100’000 Sonderrecht Vorsorge Staatsgarantie ZKB ★

Rendite-Vergleich: was die öffentlichen Daten zeigen

Ein direkter Rendite-Vergleich der drei Anbieter ist schwierig, da die Portfoliostrukturen und Aktienquoten unterschiedlich sind. Wer bei Finpension mit 99% Aktienanteil investiert, wird in Haussejahren höhere Renditen erzielen als jemand bei VIAC mit 80% Aktienanteil: und in Baissejahren entsprechend stärker fallen. Vergleiche sind also nur bei gleichem Aktienanteil aussagekräftig.

Grundsätzlich gilt: Da alle drei Anbieter in ähnliche globale Aktienindizes (insbesondere MSCI World, MSCI Emerging Markets) investieren, ist der grösste Renditeunterschied langfristig durch die TER gegeben. Eine um 0.13 Prozentpunkte tiefere TER (Finpension vs. VIAC) ergibt über 30 Jahre bei CHF 7’258 jährlicher Einzahlung eine Differenz von rund CHF 12’000–18’000 zugunsten von Finpension.

Wichtiger Hinweis zu Rendite-Angaben

Vergangene Renditen sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Da alle drei Anbieter in globale Aktienindizes investieren, sind die Renditeunterschiede vor allem durch die TER bedingt. Der wichtigste Hebel für die eigene Rendite ist: Hoher Aktienanteil wählen und früh anfangen.

Empfehlung: Für wen welcher Anbieter?

Finpension: für den kostenorientierten Langfristanleger

Wer bereit ist, sich mit einem weniger bekannten Namen anzufreunden, und das Maximum an Rendite bei minimalen Kosten anstrebt, sollte Finpension wählen. Mit 0.39% TER, 99% Aktienanteil und der besten App-Bewertung ist Finpension die objektiv stärkste Lösung für Anleger mit einem langen Anlagehorizont (mehr als 10 Jahre bis zur Auszahlung). Besonders geeignet für: Personen unter 45, die konsequent auf günstige Kosten und hohe Aktienquote setzen wollen.

VIAC: für den Einsteiger und den Wert auf Community legt

VIAC ist die bewährteste Plattform, hat die grösste Community und bietet die ausgereifteste App-Erfahrung. Wer neu in die Säule 3a einsteigt und sich auf einer gut etablierten Plattform sicher fühlen möchte, ist bei VIAC gut aufgehoben. Die etwas höhere TER von 0.52% ist ein kleiner Preis für das breite Angebot und die grosse Gemeinschaft. Besonders geeignet für: Einsteiger, Personen, die Wert auf eine bewährte Marke legen, und alle, die nachhaltige Portfolios suchen.

Frankly: für ZKB-Kunden und Sicherheitsbewusste

Frankly ist die Wahl für alle, denen institutionelle Sicherheit besonders wichtig ist. Die Staatsgarantie der ZKB gibt gerade bei höheren Guthaben ein zusätzliches Sicherheitsgefühl. Auch für bestehende ZKB-Kunden ist Frankly naheliegend, da die Integration in das Banking-Ökosystem der ZKB nahtlos funktioniert. Besonders geeignet für: ZKB-Kunden, Personen mit grösseren 3a-Guthaben, sicherheitsbewusste Anleger.

Kann ich bei mehreren Anbietern gleichzeitig 3a führen?

Kann ich mehrere 3a-Konten bei verschiedenen Anbietern haben?

Ja, absolut. Es ist in der Schweiz vollkommen legal und sogar empfehlenswert, mehrere 3a-Konten oder -Depots zu führen: auch bei verschiedenen Anbietern. Der jährliche Maximalbetrag (CHF 7’258 für Angestellte) gilt insgesamt, also nicht pro Konto. Du kannst den Betrag also aufteilen, z. B. CHF 4’000 bei Finpension und CHF 3’258 bei VIAC.

Der Hauptvorteil mehrerer Konten liegt in der Auszahlungsoptimierung: Wer mehrere Konten hat, kann diese in verschiedenen Jahren beziehen und so die Steuerprogression brechen: was tausende Franken Steuern sparen kann.

Wie wechsle ich den Anbieter? Kann ich von VIAC zu Finpension wechseln?

Ja, ein Anbieterwechsel ist möglich, aber nicht so einfach wie bei einem normalen Bankkonto. Das 3a-Kapital kann in der Regel nur durch eine Auszahlung (unter den gesetzlichen Bedingungen) oder durch eine direkte Übertragung auf ein anderes Vorsorgeprodukt übertragen werden. Nicht alle Anbieter unterstützen Direktübertragungen untereinander.

Die praktischste Lösung ist oft: Ein neues Konto beim Wunschanbieter eröffnen und künftige Einzahlungen dort machen. Das bestehende Konto bleibt unverändert und wird zu einem geeigneten Zeitpunkt (z. B. gestaffelt bei der Pensionierung) bezogen. Ein Wechsel mit Kapitalübertragung sollte nur nach Rücksprache mit beiden Anbietern erfolgen, da die Modalitäten variieren.

Welcher Anbieter ist für Selbstständige ohne Pensionskasse am besten?

Alle drei Anbieter stehen auch Selbstständigen offen. Selbstständige ohne PK-Anschluss können bis zu 20% des Nettoerwerbseinkommens, maximal CHF 36’288 (2026), einzahlen. Bei so hohen Beträgen ist die TER-Differenz noch wichtiger: hier lohnt sich Finpension mit 0.39% besonders. Grundsätzlich funktionieren alle drei Anbieter für Selbstständige gleich gut.

Was passiert mit meinem 3a-Kapital, wenn der Anbieter insolvent wird?

Vorsorgegelder der Säule 3a geniessen einen besonderen gesetzlichen Schutz in der Schweiz. Sie gelten als Sondervermögen und sind im Konkursfall vom übrigen Vermögen des Anbieters getrennt. Zusätzlich greift die Einlagensicherung esisuisse bis CHF 100’000 bei Bankkonten. Bei VIAC (WIR Bank) und Frankly (ZKB) sind klassische Bankschutzregeln anwendbar. Finpension hält das Kapital im Sonderrecht gemäss Freizügigkeitsgesetz. In der Praxis ist das Risiko eines Totalverlusts äusserst gering.

Fazit: VIAC vs Frankly vs Finpension

Alle drei Anbieter sind hervorragende Alternativen zu klassischen Bank- oder Versicherungs-3a-Produkten. Wenn wir eine einzige Empfehlung aussprechen müssen, lautet sie: Finpension für maximale Rendite und minimale Kosten, VIAC für Einsteiger und Community-Orientierte, Frankly für ZKB-Kunden und Sicherheitsbewusste.

Für viele Anleger ist die beste Strategie übrigens: mehrere Konten bei verschiedenen Anbietern führen: um die Auszahlung später optimal zu staffeln. Starte mit einem, und erweitere nach ein paar Jahren auf zwei oder drei.

Mehr dazu im grossen Säule 3a Anbieter-Vergleich: dort findest du auch PANDO, Valuepension und die klassischen Banklösungen. Und falls du noch Grundlagenwissen brauchst: Säule 3a einfach erklärt.

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